Über uns

In den letzten Jahren wurden im Zusammenhang mit dem verbesserten Genderbewusstsein vermehrt Angebote für Mädchen geschaffen, mit dem Ziel, ihnen Räume zu bieten, wo sie sich mit ihrer Geschlechterrolle auseinandersetzen können und so Chancen erhalten, sich den gesellschaftlichen Rollenerwartungen an sich bewusst zu werden. Über diesen Zeitraum wurde der Bubenarbeit keine bedeutende Rolle zugeschrieben – Sie sind nutzen ja den Treffbetrieb der offenen Jugendarbeit (OJA). Parallel zur Entwicklung der weiblichen Geschlechterrolle der letzten Jahre hat sich auch die Geschlechterrolle der Männer verändert. Unsicherheiten zum eigenen Rollenbild entstanden. Bubenarbeit unterstützt die jungen Männer im Prozess der Identitätssuche und Rollendefinition in der Gesellschaft und passt sich den sozialen Gegebenheiten und Lebenslagen von Knaben und jungen Männern an. Jungs sollen entscheiden können, ob sie den gestellten Erwartungen gerecht werden und welche Strategien sie dafür wählen. Dies bedingt eine ständige Weiterentwicklung von Theorien, Haltungen und Grundlagen wie auch den Projekten der Bubenarbeit.

Bubenarbeit soll als ein Strang der gendergerechten Jugendarbeit angesehen werden.

Gestützt auf den Prinzipien der Bubenarbeit ist der Bubenkulturtag ein wichtiges kantonales Angebot für den geschlechtsreflektierten Umgang in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dieses Prinzip gehört zu den Grundpfeilern der Offenen Jugendarbeit.

Thema Bubenkulturtag 2015 – „Boys’n’Action“

In der ersten Ausführung des Bubenkulturtages wird der Schwerpunkt bewusst auf „Aktion“ gesetzt. Die Jungs sollen unter sich sein und mit Männern sich neue Fähigkeiten aneignen. Der Tag soll sich etablieren. In folgenden Ausgaben wird der Schwerpunkt vermehrt Richtung „Männerrolle im 21igsten Jahrhundert“ gelenkt. Verunsichert durch Frauenbewegung fragen sich heute immer mehr Männer: «Wann ist man ein Mann?» «Was macht mich aus als Mann?» «Wann und wie fühle ich mich als Mann?» «Was ist meine Aufgabe als Mann?» «Sicher, der Macho hat ausgedient, aber ab und zu..?»

Verschiedene Workshops stehen auf dem Tagesprogramm. Für Musikbegeisterte ein Rap-Kurs, DJ- oder VJ-Workshop. Für die sportlichen ein Capoeira, Parkour oder Brakdance Workshop. Zudem wird ein Graffiti-Workshop angeboten und die technisch Interessierten können eine Micronoise Maschine zusammen löten und testen.

Organisation

Der kantonale Bubenkulturtag ist ein Angebot der AGJA (Jugendarbeit Aargau). Die Projektleitung übernehmen im Auftrag der AGJA Andy Keller und Mich Wyser. Unterstützt werden sie von den Jugendarbeitern der Jugendarbeitsstellen im Kanton Aargau, welche sich aktiv bei der Durchführung der Workshops beteiligen und in der Vorbereitung wichtige Inputs liefern.

Finanziert wird der BKT durch Unterstützung von:

Der Bubenkulturtag wird unterstützt durch den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau.

Sowie von folgenden Institutionen: